Kubanische Zigarren

Bundeskanzler Schröder rauchte schon welche als er noch Ministerpräsident in Niedersachsen war. Die Stars aus Film und Fernsehen lassen sich gerne mit Ihnen ablichten. Die kubanische Ikone Che Guevara konnte trotz Asthmaleiden nicht von ihnen lassen und auch der große kubanische Führer Fidel Castro lässt sich schon aus gründen der Wirtschaftsförderung gern mit den Objekten der Begierde ablichten. Die Rede ist von kubanischen Zigarren.

US-Amerikaner lassen sich kubanische Zigarren sogar in Land schmuggeln, obwohl der Import aus der Nachbarinsel strengstens verboten ist. Wenn ein Produkt eine solche Begierde auslöst und das seit Jahrzehnten, dann muss die Qualität schon eine besondere sein.

Der Zigarrenkonsum auf Kuba selbst ist tiefverwurzelt und hat einen vorkolonialen Ursprung. Schon bevor der erste Spanier seinen Fuß auf das karibische Eiland setzte, wurden Zigarren für kultische Zeremonien verwandt. Heute weiß man über den Inhalt dieser Zeremonien nur wenig. Schon Kolumbus fiel die komische Angewohnheit der Ureinwohner auf. In seinem Logbuch findet sich ein Eintrag, dass die Kubaner "mit einer kleinen glimmenden Stange aus einem Kraut herumwandern, dessen Rauch sie einatmen."

In Europa bekannt wurden die Zigarren allerdings erst, als es dem Namensgeber des Nikotin Herrn Jean Nicot gelang, mit Hilfe von Tabakblättern ein Margengeschwür zu heilen. Aus diesem Ereignis resultiert auch der botanische Name der Tabakpflanze: Nicotina Tabacum.

Im Laufe des 16. Jahrhunderts erreichte der Tabakhandel bereits eine gewisse Blüte und schon damals stand die Herkunftsangabe "Kuba" für Qualität. Heute werden die bekanntesten und feinsten Zigarrensorten im Westen Kubas produziert. Kenner meinen zu wissen, dass im Dreieck zwischen Pinar del Río, San Luís und San Juan y Martínez die besten und teuersten Tabake der Welt wachsen. Nur hier gedeihen die Pflanzen so gut, dass Deckblatt, Umblatt und auch die Einlageblätter dieselbe höchste Qualität haben.

Klaus-Martin Meyer
www.kenaf.de
www.elefantengras.de